25 Jahre IWM - Festakt zum Jubiläum

Gäste und IWM-Mitarbeiter unterhalten sich beim Get-Together.
Gäste und IWM-Mitarbeiter beim Get-Together.

Seit 25 Jahren erforscht das Leibniz-Institut für Wissensmedien, wie Menschen mit digitalen Medien und in digitalen Umgebungen lernen, kommunizieren und Wissen erwerben. Dieses Jubiläum wurde am 22. Oktober 2026 mit einem Festakt am IWM gefeiert.

Beim Festakt blickten wir mit unseren Gästen auf ein Vierteljahrhundert Forschung am IWM zurück – und zugleich nach vorn auf die Frage, wie digitale Umgebungen so gestaltet werden können, dass sie Verstehen, Austausch und Teilhabe ermöglichen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem informellen Lernen in Museen.

Gäste aus Wissenschaft und Politik würdigten die Arbeit des IWM. Der seit Juli 2026 amtierende Leibniz-Präsident Prof. Dr. Dr. h. c. Christoph M. Schmidt besuchte das Institut erstmals und informierte sich bereits am Vormittag über aktuelle Forschungsarbeiten. Auch die Rektorin der Universität Tübingen, Prof. Dr. Karla Pollmann, und Ministerialdirektor Dr. Hans J. Reiter als Vertreter des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums nahmen am Festakt teil. „Die Forschung des IWM leistet einen großen Beitrag, dass wir besser verstehen, wie Menschen gemeinsam Wissen konstruieren und welche Kompetenzen vorhanden sein müssen, damit wir uns in einer oft unübersichtlichen Informationslandschaft zurechtfinden.

In den 25 Jahren seines Bestehens hat sich das IWM zu einem nachgefragten Partner in der nationalen und internationalen Wissenschaftsszene deutlich über die Bildungsforschung hinaus entwickelt. Es ist aus der Leibniz-Gemeinschaft nicht mehr wegzudenken“, würdigte Leibniz-Präsident Christoph M. Schmidt das Institut.

Die enge Verbindung zwischen Universität und IWM hob Rektorin Karla Pollmann hervor: „Eine Universität lebt von starken Partnerschaften und von einem Forschungsumfeld, in dem unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und neue Ideen entstehen. Dabei spiegelt die Entwicklung des IWM in besonderer Weise die Ziele wider, die wir mit unserer universitären Exzellenzstrategie verfolgen: den Anspruch wissenschaftlicher Spitzenleistung, die Förderung eines kollaborativen Forschungsumfelds, die Offenheit gegenüber neuen technologischen Entwicklungen und das Bestreben, Forschungsergebnisse in den gesellschaftlichen Dialog einzubringen.“

Auch das Land Baden-Württemberg unterstrich die Bedeutung des Instituts. „Das IWM leistet beim Thema zukunftsfähiges digitales Lernen und Wissensvermittlung in einer vernetzten Welt wichtige Pionierarbeit an der Schnittstelle von Forschung und Praxis und hat sich zu einem wissenschaftlichen Leuchtturm entwickelt. Für uns ist das IWM ein unverzichtbarer strategischer Partner“, betonte Ministerialdirektor Dr. Hans J. Reiter.

Den Blick in die Zukunft richtete der Festvortrag von Prof. Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und langjähriger Kooperationspartner des IWM. Unter dem Titel „25 Jahre IWM und das Museum der Zukunft. Tübinger Impulse für das Begreifen und Verstehen in komplexen Wissensumgebungen“ beschäftigte er sich mit der zukünftigen Rolle von Museen als Orte der Wissensvermittlung.

Grußwort der Bundesministerin

Schriftliches Grußwort der Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Karin Prien für die Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Instituts für Wissensmedien (IWM) am 22.10.2026 in Tübingen.

Eröffnung des MuseumLab

Höhepunkt des Festakts war die Eröffnung des neuen MuseumLab am IWM: ein Reallabor, in dem künftig Lernen, Aufmerksamkeit und Erfahrung in museumsnahen Settings erforscht werden. Gemeinsam mit Museumspraktiker*innen entwickelt und erprobt das IWM dort museale Settings und Stationen.

Weitere Informationen zum Museumlab

Im Vordergrund eine Person an einem Multi-Touch-Tisch, Person hinten blickt Gemälde an